Lange Messer, stumpfe Klingen

Geht es um einen Posten in der Landesregierung, spielen die Politiker verrückt. Erst recht, wenn eine Partei Forderungen stellt,  die andere nicht zu erfüllen bereit sind. Ein Blick hinter die Kulissen der Wahl von SVP-Bundesrat Ueli Maurer.

Andreas Schwald, Volksstimme

Die Ersatzwahl für den zurückgetretenen BDP-Bundesrat Samuel Schmid vom Dezember wurde für die Fraktionen der eidgenössischen Räte zur Nagelprobe: Schafft es die SVP, einen ihrer Kandidaten durchzubringen? Oder  hebt die Ratslinke zusammen mit einer der Mitteparteien wieder einen Sprengkandidaten in die eidgenössische Exekutive?

Die Ausgangslage war spannend. So nominierte die SVP den abgewählten alt Bundesrat Christoph Blocher und ihren ehemaligen Parteipräsidenten Ueli Maurer - beide polarisierende Persönlichkeiten. Die Grünen konterten mit einer Kandidatur ihres Ständerats Luc Recordon. Und obwohl praktisch alle Parteien der SVP den Anspruch auf einen Bundesratssitz zugestanden, war vor allem der Linken keiner der beiden Kandidaten recht. Eines war klar: Es sollte eine Zitterpartie werden.

Also richteten sich alle Augen auf die Nacht vor den Bundesratswahlen – auf die Nacht der langen Messer. Spätestens an jenem verschneiten Dienstagabend war klar: Ein Sprenkandidat wird kommen.

Die «Volksstimme» bloggte unter http://bundesrat2008.blogspot.com live von den Bundesratswahlen 2008.  Einige Highlights:

Eine Reaktion zu “Lange Messer, stumpfe Klingen”

  1. roulette strategies

    Super Artikel, jetzt muss ich nur noch jemanden finden der Ahnung davon hat und mir das ganze nochmal im Detail erklären kann.

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