TschAlp! Drei Jungs gehen an die Grenzen

Interview mit Joel L.

Montag, 15. September 2008, 7 Uhr morgens: Die drei Jungs, der Sozialpädagoge Herbert Roth und die beiden Pädagoginnen Aleksandra und Natalja marschieren los. Als Filmcrew warten wir vor dem Haus, um die ersten Schritte der Gruppe zu filmen.

Zu Beginn legt die Truppe ein rechtes Tempo hin. Kameramann Urs rennt voraus, damit er nicht nur Rucksäcke auf die Linse bringt. Jeremy und ich versuchen hinter seinem Rücken ausserhalb des Kamerafokus zu bleiben. Morgen-Jogging. Den ganzen Weg werden wir definitiv nicht so rennen können, doch die Eindrücke des Alpentreck-Starts müssen wir festhalten. Urs bleibt den Jungs dicht auf den Fersen: Tschalpen, tschalpen, tschalpen… Viel mehr passiert im Moment noch nicht.

Nach der zweiten Pause mache ich das erste Interview mit Joel L. Wir laufen gemeinsam und unterhalten uns. Die Situation fordert Kameramann und Tönler heraus. Sie nehmen im Rückwärtsgang auf, doch es klappt. Das Bild- und Tonmaterial sollte brauchbar sein. Später schauen Urs und Jeremy die Aufnahmen an und versichern mir, dass die technische Qualität in Ordnung sei.

Mein Ziel für heute:
Mit allen drei Jungs über ihre Vergangenheit sprechen. Welche Geschichte brachte sie ins Heim? Ein weiteres Interview will ich mit Herbert Roth führen. Er ist Sozialpädagoge und trägt die Hauptverantwortung auf diesem Treck. Er soll uns den Sinn und Zweck dieses Marsches erklären. Die beiden Pädagoginnen Natalja und Aleksandra informierte ich im Vorfeld, dass sie nur eine Nebenrolle spielen. Sechs Protagonisten wären für eine halbstündige Reportage zu viel. Die drei Jungs als Helden der Geschichte stehen fest. Herbert bringt am meisten Erfahrung mit und soll die Hintergrundinfos für die Reportage liefern.

Ausschnitt aus dem Tagebuch zur Entstehung der MAZ-Diplomarbeit “TschAlp! Drei Jungs gehen an die Grenzen”. Das ganze Tagebuch und weitere Hintergrundinformationen gibt es unter www.tschalp.ch.

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